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Aktuelles - März 2010

Steuermann für Forschung und Lehre

Abschiedskolloquium für FernUni-Prof. Dr. Dieter Schneeloch

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Gruppenbild: Prof. Dr. Dieter Schneeloch (2.v.r), seine Ehefrau, Prof. Dr. Thomas Hering (r.), Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft und FernUni-Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer Prof. Dr. Dieter Schneeloch (2.v.r), seine Ehefrau, Prof. Dr. Thomas Hering (r.), Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft und FernUni-Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer

Heute verfügt die FernUniversität über einen großen Campus mit zahlreichen Gebäuden. Prof. Dr. Dieter Schneelochs Karriere an der Hagener Hochschule hat in einer Wohnung „Am Roggenkamp“ angefangen. Dort hatte ein Teil der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft unmittelbar nach der Gründung der FernUniversität nämlich ihren ersten Sitz. „Sie gehören damit im positivsten Sinne zum ‚Urgestein’ der FernUni. Meiner von Amts wegen aufgetragenen Aufgabe, Ihre wissenschaftliche Vita zu würdigen, komme ich besonders gerne nach“, betonte Dekan Prof. Dr. Thomas Hering. Zu Ehren des nun emeritierten Leiters des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Steuer- und Prüfungswesen, hatte die Fakultät zu einem Abschiedskolloquium eingeladen.

Portrait von Prof. Dr. Dieter Schneeloch Prof. Dr. Dieter Schneeloch

Der vollbesetzte Senatssaal im AVZ zeugte von dem was Prof. Hering unterstrich: „Mit Beiträgen in renommierten Zeitschriften und Fachbüchern sowie zahlreichen eigenen Fachpublikationen haben Sie sich national und international in Ihrer Zunft einen Namen gemacht.“ Besonders hervorzuheben seien Schneelochs wissenschaftliche Analysen in Hinblick auf die Wirkungen der Besteuerung auf betriebliche Entscheidungen. Mit großem Erfolg habe er sich stets als Vermittler dafür eingesetzt, dass Theorie und Praxis seines Faches verknüpft werden. „Ich freue mich, dass unsere Zusammenarbeit weiter gehen wird und Sie unserer Fakultät als Emeritus erhalten bleiben“, so Hering.

Im Namen der gesamten FernUniversität dankte Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer Schneeloch zum einen für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen und zum anderen für sein besonderes Engagement in verschiedenen Gremien der Hochschule. „Mit beidem sind sie nicht nur ein Teil des kollektiven Gedächtnisses der FernUni, auch für die Gestaltung ihrer Zukunft sind Ihr Wissen und Ihre Erfahrung bedeutend.“ Schneeloch war unter anderem Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, über zehn Jahre in der Kommission für Planung und Finanzen und hat diese zwei Jahre als Prorektor geleitet. Außerdem war er Teil des Senats und der Satzungskommission der FernUni. In rund 15 Berufungskommissionen war er Mitglied und oft auch Vorsitzender. Zahlreiche andere Universitäten schätzten sein weitreichendes Wissen in vielen ihrer Berufungskommissionen gleichermaßen.

Dass Prof. Schneeloch nicht nur ein renommierter Experte seines Faches ist, sondern Wissen auch erfolgreich vermitteln kann, bescheinigte ihm einer seiner ehemaligen Studenten. Dr. Gerrit Volk, der bei Schneeloch promovierte und heute Referatsleiter bei der Bundesnetzagentur ist, bedankte sich im Namen aller ehemaligen Studierenden: „Für Ihre Ehrlichkeit, denn Sie sagen, wie es ist. Für Ihre Verlässlichkeit, denn Sie halten, was Sie versprochen haben. Für Ihre Zielstrebigkeit, mit der Sie sich und anderen Ziele setzen.Und für Ihre Disziplin, die uns gelehrt hat, auch in schwierigen Zeiten und bei Widrigkeiten seinem Vorhaben zu folgen.“ Schneeloch habe stets zu systematischem sowie konzeptionellem Denken angeleitet und seinen Studierenden dabei immer menschliches Vertrauen entgegen gebracht. Etwa 1000 Diplomarbeiten hat er betreut und bei insgesamt rund 50 Dissertationen war er Erst- oder Zweitgutachter.

Zum Abschluss des Kolloquiums gab der Emeritus einen Überblick über den Stand der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre. Sein Fazit: Der Reifegrad der Analyse von Steuerwirkungen ist zufriedenstellend und grundlegende Zusammenhänge und Probleme der Steuerplanung sind geklärt. Dennoch kommen ständig neue Einzelprobleme auf diese Disziplin zu. Problematisch dabei: Wissenschaftliche Methoden werden in der Praxis immer noch nicht ausreichend anerkannt. „Die Vermittlung von steuerplanerischen Wissen und Erfahrungen in die Praxis muss verstärkt werden.“

Manuela Feldkamp | 05.03.2010
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