Eine Absolventenfeier ist immer etwas Besonderes. In erster Linie natürlich für diejenigen, die in diesem feierlichen Rahmen ihre Abschlussurkunde erhalten. Für die Bachelor- und Master-Absolventinnen und Absolventen (LL.B. und LL.M.) sowie für die Promovendinnen und Promovenden (Dr. jur.) der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der FernUniversität, die gestern zu ihrer Ehrung nach Hagen gekommen sind, war sie etwas ganz Besonderes. Ihnen gratulierte NRW-Justizminister Thomas Kutschaty persönlich zum Abschluss ihres „sehr anspruchsvollen Studiums und zu Ihren großartigen Leistungen“. Die Urkunden erhielten sie vom Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät Prof. Dr. Andreas Haratsch, der ebenfalls seine Glückwünsche aussprach. Insgesamt schlossen in diesem Jahr 68 Männer und Frauen ihr Studium mit dem Bachelor ab, 29 mit dem Master und 11 mit der Promotion.
Kutschaty betonte, dass er besonderen Respekt vor den FernUni-Absolventinnen und Absolventen habe. „Die meisten von Ihnen absolvieren ihr Studium oder ihre Promotion ja neben dem Beruf oder anderen Verpflichtungen. Damit beweisen sie Durchhaltevermögen, Selbstorganisation und Engagement. Das alles sind wichtige Kompetenzen für den Arbeitsmarkt. Ihr Einsatz wird sich auszahlen!“
NRW-Justizminister Thomas Kutschaty sagte der FernUniversität bei der Absolventenfeier der Rechtswissenschaftlichen Fakultät seine Unterstützung für ihre Weiterentwicklung zu.
Unterstützung für neues Finanzierungsmodell der FernUni
FernUni-Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer hatte zuvor in seinem Grußwort verdeutlicht, dass die FernUniversität durch ihr kontinuierliches Wachstum an ihre Grenzen gelangt. „Aktuell diskutieren wir, wie der Bund und die anderen Bundesländer stärker an der Finanzierung der FernUni beteiligt werden können. Das Land NRW finanziert die FernUniversität zu zwei Dritteln, aber nur rund 30 Prozent unserer im nächsten Semester rund 80.000 Studierenden kommen aus NRW“, erklärte Hoyer.
Einige der Absolventinnen und Absolventen sowie Lehrende der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der FernUniversität mit NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (3.v.r.), FernUni-Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer (li.) und Dekan Prof. Dr. Andreas Haratsch (r.)
Der Rektor der FernUniversität sprach auch die aktuell fehlenden Studienmöglichkeiten von in NRW inhaftierten Straftätern an. Kutschaty sagte zu, die von seiner Amtsvorgängerin Roswitha Müller-Piepenkötter 2006 getroffene Entscheidung, die Studienmöglichkeiten für qualifizierte und geeignete Häftlinge in NRW zu schließen, noch einmal auf den Prüfstand zu stellen.
Vorträge von Absolventinnen und Absolventen
Zum Abschluss der Feier stellten drei Absolventen der Rechtswissenschaftlichen Fakultät in Kurzvorträgen die Themen ihrer Abschlussarbeiten vor. Nickolas Emrich (LL.B.) referierte über „Mediation im Verwaltungsrecht – Möglichkeiten und Grenzen“, Florian Maier sprach über „Die Gestaltung letztwilliger Verfügungen beim behinderten, bedürftigen oder überschuldeten Erben“. Dr. Stephan Gregor, der von der Juristischen Gesellschaft Hagen den mit 500 Euro dotierten Promotionspreis erhielt, stellte „Das Bereicherungsverbot – Ausdruck der Trennung von Schaden und Haftung“ vor. Für die musikalische Gestaltung der Feier dankte Dekan Prof. Harratsch Ursula Neuhäuser (Klavier) und Joachim Drucks (Klarinette).
Ihre Urkunden erhielten:
Bachelor of Laws: Nickolas Emrich, Thosten Faulhaber, Fabian Gwosdz, Regina Ludwig, Gerd Marmitt, Stefan Pemp, Ray Harald Puth, Ulrike Schellberg, Gesine Warnecke, Stefan Witt, Vanessa Zawadzki
Master of Laws: Julia Horstick, Sebastian Horstick, Florian Maier, Dominik Skrinjar, Helga Westerhoff, Helga (alle LL.M),
Master im Europäischen Gewerblichen Rechtsschutz: Dr. Wieland Groth
Dr. jur.: Christian Barnewitz, Stephan Gregor, Angela Griesbach, Lambert Krause, Asmeron Ogbamichael, Sascha Preuß
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