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FernUni-News - Berichte

Chancengerechtigkeit erfordert auch gerechte Finanzströme

Hochschultag der FernUniversität mit Ehrung der besten Absolventinnen und Absolventen

Die Preisträgerinnen und Preisträger mit Prof. Dr. Margret Wintermantel (HRK, 5.v.r.), Klaus Hacker (Freundesgesellschaft, r.), Frank Walter (Sparkasse Hagen 2.v.r.) und Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer (l.). Die Preisträgerinnen und Preisträger mit Prof. Dr. Margret Wintermantel (HRK, 5.v.r.), Klaus Hacker (Freundesgesellschaft, r.), Frank Walter (Sparkasse Hagen, 2.v.r.) und Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer (l.).

Die Politik darf nicht nur von den Universitäten fordern, sie muss das Erreichte auch würdigen. So fasste der Rektor der FernUniversität in Hagen, Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, die Stimmung an seiner Hochschule zusammen: „Chancengerechtigkeit erfordert gerechte Finanzströme!“ Auf dem Dies Academicus, dem diesjährigen Hochschultag an der größten deutschen Universität, war angesichts steigender Studierendenzahlen auch die Bewältigung dieses Zuwachses ein wichtiges Thema. Prof. Dr. Margret Wintermantel, die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, untersuchte in ihrem Vortrag die „Perspektiven der Hochschulen in der Bildungsrepublik“. Ein Höhepunkt des akademischen Festaktes war die Auszeichnung der besten Absolventinnen und Absolventen sowie Promovendinnen und Promovenden.

Prof. Wintermantel beschrieb die Hochschulen als dynamische Gebilde, die sich ständig neuen Herausforderungen stellen müssen. Sie reichen von der europäischen Studienreform über die wachsende Vielfalt der Studierenden bis zur Reform der Lehre und der Notwendigkeit des Lebenslangen Lernens. Sie betreffen auch die Ausgestaltung einer differenzierten Hochschullandschaft und den Wettbewerb der Hochschulen bis zu ihren Möglichkeiten, im internationalen Vergleich mithalten zu können. Die Präsidentin hält das Veränderungspotential im Hochschulbereich noch keineswegs für ausgeschöpft: „Die kommenden Jahre werden das Gesicht der Hochschulen noch drastischer verändern als dies in der Vergangenheit der Fall war. Hierauf werden sich Hochschulen und Staat einzustellen haben.“

Gesellschaftliche Nachfrage nach einem berufsbegleitenden Studium steigt

Für die FernUniversität kommen weitere Herausforderungen hinzu, die im direkten Zusammenhang mit ihrem spezifischen Profil zu sehen sind. Rektor Prof. Hoyer machte deutlich, dass der enorme Anstieg der Studierendenzahlen der FernUniversität ein deutliches Signal für die gesellschaftliche Nachfrage nach einem berufsbegleitenden Studium sei. Zugleich müsse die Hochschule darauf achten, dass ihr Erfolg nicht zu Lasten der Studierenden gehe. Aus Eigenmitteln finanziere die Hochschulleitung jetzt im Vorgriff Stellen, um diese angemessen betreuen zu können. Hoyer: „Wer an der FernUniversität studiert wird auch weiterhin darauf vertrauen können, sehr gute Lehr- und Betreuungsbedingungen vorzufinden.“

Das sei besonders im Hinblick auf die wachsende Vielfalt der Studierenden wichtig, die mit individuellen Bildungsbiografien, großen Altersunterschieden, aber auch verschiedenen Zielsetzungen an die FernUniversität kämen. Sie alle brauchten vielfältige Unterstützungsangebote beim Studienstart. Mit dieser Studierendenschaft erfülle die Hochschule bereits seit langem die Forderung der Politik nach Chancengerechtigkeit, betonte Hoyer. Er wünschte sich, dass das auch von der Politik belohnt werde.

Sandra Frielingsdorf überbrachte für den Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) die besten Wünsche für die Preisträgerinnen und Preisträger und würdigte ihre herausragenden Leistungen, die sie vor dem Hintergrund der weiteren Verpflichtungen in ihrem Alltag vollbracht haben.

Höhepunkt des Dies Academicus war auch in diesem Jahr die Auszeichnung des wissenschaftlichen Nachwuchses für besondere Leistungen.

Die Preise für die hervorragenden Examensarbeiten stiftete die Gesellschaft der Freunde der FernUniversität. Der Vorstandsvorsitzende Klaus Hacker überreichte sie an:

· Marian Ambrosius (Aachen), Diplomarbeit „Shared Services – Konzentrierte Supportprozesse in Unternehmen“, Prof. Dr. Dr. h. c. Günter Fandel, Fakultät Wirtschaftswissenschaft.

· Birthe Chytry Dipl.-Kff. (Fahrenkrug), Diplomarbeit „Zur Vorteilhaftigkeit der GmbH & Co. KG – Eine steuerliche Partialanalyse nach der Unternehmenssteuerreform“, Prof. Dr. Dieter Schneeloch, Fakultät Wirtschaftswissenschaft.

· Colin Dankwart (Karben), Masterarbeit „Design of diamond turned holograms by the nonlinear conjugate gradients method“, Prof. Dr. Jürgen Jahns, Fakultät Mathematik und Informatik.

· Katrin Gustat (München), Bachelorarbeit „Analyse in Implementierung eines offenen Streaming-Protokolls auf P2P-Basis“, Prof. Dr. Herwig Unger, Fakultät Mathematik und Informatik.

· Christoph Junggeburth (Kerpen), Masterarbeit „Politische Parteien im Verfassungsschutzbereich des Bundesinnenministeriums“, Prof. Dr. Andreas Haratsch, Fakultät Rechtswissenschaft.

· Anna Luise Kiss (Berlin), Bachelorarbeit „Zur vergleichenden Untersuchung "moderner" Erzähltexte und ihrer Verfilmungen unter dem Aspekt der Visualität – am Beispiel von Günter Grass' Die Blechtrommel und des gleichnamigen Films von Volker Schlöndorff“, Prof. Dr. Torsten Hahn, Fakultät Kultur- und Sozialwissenschaften.

· Daniel Ott (Schirmitz), Bachelorarbeit „Die Zulässigkeit des Direktmarketings nach neuem Wettbewerbs- und Datenschutzrecht“, Prof. Dr. Barbara Völzmann-Stickelbrock, Fakultät Rechtswissenschaft.

· Peter Petermann (Duisburg), Masterarbeit „Das gespaltene Jetzt. Zur 'Nicht-Präsenz in der Präsenz' in Husserls Analysen des inneren Zeitbewusstseins“, Prof. Dr. Annemarie Gethmann-Siefert, Fakultät Kultur- und Sozialwissenschaften.

Die Auszeichnung für die besten Promotionsarbeiten stiftete die Sparkasse Hagen. Der Vorstandsvorsitzende Frank Walter überreichte die Preise an:

· Dr. jur. Stephan Gregor (Köln), Thema: „Das Bereicherungsverbot – Ausdruck der Trennung von Schaden und Haftung“, Prof. Dr. Barbara Völzmann-Stickelbrock, Prof. Dr. Kerstin Tillmanns, Fakultät Rechtswissenschaft.

· Dr. rer. nat. Sebastian Mauser (Hagen), Thema: „Synthese von Petrinetzen aus halbgeordneten Abläufen“, Prof. Dr. Jörg Desel, Prof. Dr. Gabriel Juház, Fakultät Mathematik und Informatik.

· Dr. rer. pol. Denis Stijepic (Elsenfeld), Thema: „Structural Change and Economic Growth: Analysis within the 'Partially Balanced Growth-Framework'“, Prof. Dr. Helmut Wagner, Prof. Dr. Alfred Endres, Fakultät Wirtschaftswissenschaft.

· Dr. phil. Kai Witthinrich (Bad Münder), Thema: „… si negotio ecclesiae videtur expedire. Die Päpste des Mittelalters zwischen Eherecht und Heiratspolitik. Eine typologische Untersuchung“, Prof. Dr. Felicitas Schmieder, Fakultät Kultur- und Sozialwissenschaften.

Der DAAD-Preis für die beste ausländische Studierende ging an Nathalie Sion-Demmerle (Enkenbach-Alsenborn) für ihren herausragenden Studienerfolg im Studiengang Bildungswissenschaft. Überreicht wurde er von der künftigen DAAD-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel.

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Susanne Bossemeyer | 08.12.2011
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